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Interessante Beobachtung..

Himmel habe ich hier im Krankenhaus viele und irre dicke Männer gesehen-wow! Sie liegen auf dem Rücken auf dem Wagen – wie gestrandete Wale hallo Grennpeace, hier lang!! – und man sieht vor lauter Bauch nicht den Pfleger, der den Wagen schiebt. Wie würde es funktionieren,so wie ich es im TV sehe, dass sie einen Patienten umlagern und dass bei „1-2-3“ Zack der Patient angehoben wird. Das könnten sie hier niemals schaffen.. Kran bestellen! Und ich, ich fühle mich inzwischen etwas dick aber im Vergleich bin ich  superdünn.. fast Hungerharke oder wie man so sagt.. also immerhin was Gutes… Bild S Herken

ps. übrigens, so süss wie das Männchen auf dem Bild sind diese Männer wirklich nicht..

Änderungsversuche

Habe schon wieder Änderungswünsche.. Dass ich nie lerne, dass es eh nicht klappt.. Habe versucht im Garten Tai Chi-Unterricht, Trimm-Dich-Geräte etc. etc. anzuschaffen, NJET, habe versucht einen Referenten über das relativ neue Gesetz zum assistierten Suizid einzuladen – grosses Geschrei N J E E E T!! (wir sind ja schliesslich nicht hier um zu sterben sondern um in den Jungbrunnen zu hüpfen und dann braucht man sowas nicht)- und jetzt bin ich schon wieder unterwegs. Möchte gerne einige Liege-Garten-Sofas oder wie sie heissen, anschaffen, breite, zurückgelehnte Holzbänke. Wir haben Sitzbänke auf denen man kerzengerade sitzt, aber wir haben auch einen wunderschönen Garten, den man klar verbessern könnte. Ich höre jetzt schon wie NJET gerufen wird. Argument: es könnten Leute von „draussen“ sie nutzen. Dann könnte sich jemand verletzen (Wie denn??) – WAS DANN?!? Und ich höre schon bei meinen Liegen: DA KANN JA KEINER AUFSTEHEN WEIL SIE SO NIEDRIG SIND!! Wir sind ja nicht alle unfähig aufzustehen.. Ach lieber Gott, lass mich doch EIN MAL was durchsetzen können…

Wieder daheim im Altersheim..

War zwei Wochen in Stockholm und es waren wunderbare Tage. Und jedes Mal fällt mir auf, wie freundlich und höflich alle in Schweden sind – wie zum Teufel haben sie das hingekriegt? Hier weht ein stärkerer Wind (sozusagen Sturm) – aber daran sind die Berliner gewöhnt und ob man es glaubt oder nicht – sie sind ganz schön stolz darüber. Und ich breche in Stockholm zusammen, wenn ich freundlich und höflich angesprochen – und geduzt werde!! Wenn das zarte Wesen an der Kasse mich siezt breche ich auch zusammen und ja ich weiss, sie tut es aus Respekt aber NEIN ICH WILL AUCH GEDUZT WERDEN!! Das Argument hier,dass es einfacher ist „Sie A…loch“ statt „Du A…loch“ zu sagen, prallt an mir völlig ab. A..loch ist A…loch egal ob Du oder Sie.

Jetzt bin ich wieder im Altersheim gelandet und es war ein schönes, freundliches Gefühl. Wurde von vielen freundlich und herzlich begrüsst, man hatte gemerkt dass die Schwedin abhanden gekommen war. Allgemeines Umarmen. Nur die Frau, die immer sehr laut schimpft, schimpft immer noch laut, aber das stört keinen Menschen mehr. Wir haben alle unsere Eigenarten. Und ich bin jetzt wieder zu Hause in meinem Zuhause..

PS. Warum ein Textteil gross geschrieben wird weiss ich nicht.. Bin eine technische Analfabetin..

Hm…

Es ist seltsam wie schnell man sich daran gewöhnt, dass hier im Altersheim (oh Verzeihung, Seniorenresidenz 🙂 )rechts und links einfach gestorben wird. Ich habe den Mann doch vor einigen Tagen noch gesehen und er sah ja ganz „normal“ aus und nun ist er tot. Seltsam, so still und leise. Und bis es mit uns so weit ist vergehen unendllich viele Nachmittage mit Rummy Cubspiel mit den anderen. Tag aus, Tag ein.. Ja ich weiss, ich spiele es auch 2 mal im Jahr gerne (oder wenigstens ein bisschen gerne) aber fast jeden Tag? Entweder haben sie Profiambitionen oder was sonst tun? Ich bin unendlich dankbar dafür dass ich mich noch von A bis B verpflanzen kann. Okey, es ist mit dem Rollator oft mühsam denn meistens funktionieren Fahrstühle oder Rolltreppen nicht und ja, es geschehen Wunder, manchmal fragt ein freundlicher Mensch ob er/sie helfen kann und in 98% der Fälle sind es junge Frauen die hilfsbereit sind. Wenn eine ganze Truppe junge starke Männer mich überholen steigt mein Zickigkeitsgrad gefährlich, aber was soll´s? Bin aus dem Erziehungsgeschäft raus.. Also weiter Rollator schleppen..

Es riecht nach Herbst

Wie immer gehe ich morgens auf meinen schönen Balkon hinaus, inspiziere dass der Garten und Zehlendorf noch da sind und atme tief ein (sollte ich bei der schlechten Berlinluft lieber sein lassen) – heute ist die Luft anders. Ich weiss, wonach es riecht – nach HERBST und ich frage mich,“und wo blieb der Sommer bitte schön?!? So schnell vorbei?? so haben wir nicht gewettet..“ aber ok, Zeit in den Keller zu steigen, die Wintersachen zu holen und mit einem schweren, ollen Herzen die Sommersachen einpacken – aber in diesem Jahr vielleicht doch etwas ordentlicher, Frau Stickler?. Tschüs, vielleicht sehen wir uns im nächsten Jahr, wer weiss, wir planen nicht mehr langfristig…“

Wieder Sonntag im Altersheim

Es ist Sonntag und die Sonntagruhe liegt wie eine graue Wolke über dem Haus – wobei man nicht den Schluss ziehen sollte, dass hier sonst das Vergnügungs-Epizentrum Berlins läge. Die Luft war draussen heute Morgen herbstlich und der Gedanke daran, dass der Herbst da um der Ecke lauert.. oh nein.. Habe noch keinen richtigen Sommer gehabt, denn Sommer ist für mich, Häuschen auf dem Land, morgens Kaffee auf der sonnenwarmen Steintreppe (ja ja, ich weiss.. die Blase, die Blase..) trinken und langsam wach werden. Habe ja selber Schuld, hätte ja irgendwo hinfahren können, zu meinem Traumstrand auf Sardinien zum Beispiel, aber ich bin zu feige, denn ich weiss, dass ich dann gleich Reisebegleitung dabei habe, nämlich meine tausend Diagnosen und was ist WENN mir da was passiert?!? Mitten in der Walachei? Selber Schuld, wenn Frau kneift.. Aber ich war ja in der Provence und das war wunderschön aber ist ja auch schon so lange her und die Familie die dort lebte, ist jetzt wohlbehalten in Berlin zurück – sie haben die deutschen lebensgefährlichen Autobahnen überlebt, auf denen die Durchschnittsgeschwindigkeit 250 m/h ist und wer langsamer fährt wird mit wildem Hupen und etwas unerlaubten Fingerzeichen bestraft. Aber Gott sei Dank, sie haben es überlebt. Also Herbst – ich bin bewappnet…