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Sonntag

22. März 2026 | 2 Kommentare

Es ist Sonntag morgen und im Haus herrscht noch Ruhe. Einige fleißige Mitbewohner sind schon in der Rollatorspur unterwegs. Das schlechte Gewissen klopft, ja, ja, ich werde mich auch dort nachher einreihen. Mein Vorhaben/Traum war ja als Bewohnerbeiratsmitglied einen Geräteparcours aufzustellen zu können. Wie in vielen Parkanlagen, wäre das nicht super, wenn ich wie eine Maus im Rad meine Runden drehe, dass ich kurz zur Seite steige und mal was anderes mache? Jedenfalls hat mein Körper mehr Muskeln als nur Beinmuskeln.. Fand ich super – aber nur ich – die anderen Beiratsmitglieder leider nicht – es kamen die üblichen, (Entschuldigung: deutsche) Argumente: „was ist wenn jemand sich was antut“, „es werden dann Heerscharen -ja ganz Zehlendorf – von nicht-Bewohnern sich herumtummeln“, „wer ist versicherungstechnisch gesehen verantwortlich?“ Fehlte nur: „ist das mit den Datenschutzrichtlinien konform?“ Vor so vielen Argumenten geht bei mir die Luft aus und ich weiß, dass ich es n i e m a l s schaffen würde, diese Menschen von meinem Vorhaben zu überzeugen. Also haben wir keinen Parcours und ich werde mich nachher einreihen und meine stinklangweiligen Runden drehen. 10 000 Schritte müssen her..

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  1. Lieber Martin Fries, ich bin nicht Gudrun sondern eine andere verrückte Rentnerin und warum nicht aus dem Altersheim erzählen? Ist…

  2. Liebe Gudrun, danke für Deinen Mut übers Altenheim zu schreiben, von dem wir meist Null Ahnung und viele Mythen zu…

  3. Liebe Gudrun, es ist eine sture Truppe hier - bloss nix Neues!!!!!!!!!!

  4. Das sind doch alles super Vorschläge gewesen, liebe Cecilia. Auch Tai-Chi finde ich optimal. Ich gehe 1 x die Woche…

  5. Liebe Gudrun, bei mir hilft der Tulpenstrauss nicht mehr, bin zu tief in dieser grauen Sülze.. komme wieder wenn ich…

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2 Kommentare

  1. Liebe Gudrun,
    danke für Deinen Mut übers Altenheim zu schreiben, von dem wir meist Null Ahnung und viele Mythen zu Erzählen haben. Aber man muss offenbar sogar 80 Jahre alt – nee weise – werden, um erfahren, dass drinnen vieles genau so (schwierig) wie draußen ist. Meinem Paps ging es ähnlich, der wollte noch aber sollte nicht. Aber wie in jungen Jahren gilt dann nachwievor, selbst sturer werden, bleiben, sein. Also hab‘ ich für ihn zweimal die Woche einen „Außentermin“ organisiert – Club gegen Demenz (witzig, mit Musik, Party, Bingo, Kneippen etc.) und am Wochenende ins Stadion (Fußball). Das hat ihm Spaß gemacht und geistig fit gehalten bis zu seinem Abschied.

    Wünsche Dir Kraft, weiterhin Mut für solche Ideen, die gewiss einigen anderen auch gut tun würden, denke ich.

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    • Lieber Martin Fries, ich bin nicht Gudrun sondern eine andere verrückte Rentnerin und warum nicht aus dem Altersheim erzählen? Ist manchmal verrückt aber man gewöhnt sich an alles! Cecilia

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