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Es weihnachtet sehr

Die unermüdlichen Ladies sind dabei unser Haus in das Weihnachtswunderland zu verwandeln. Nein, es ist nicht kitschig, ich mag es, es ist einfach gemütlich. Es finden Vorträge, Essen, Feierlichkeiten etc. statt aber ich glaube ich ziehe meine Brücke hoch und lasse die Feiertag an mir vorbeigehen. Bin mit etwas nicht im Lot oder wie es heisst und im Januar spucken wir wieder in die Hände und schauen ob wir das neue Jahr überleben. Mir fehlen die Weihnachtsfeierlichkeiten mit kleinen Kindern – inzwischen ist es ja wie ein 6:er im Lotto wenn man erraten kann, womit man einem einem jungen Menschen eine Freude machen könnte – ausser Geld und Gutscheine. Aber irgendwie ist nischt mit dem 6:er im Lotto und die selbst gehäkelte Mütze möchte die nächste Generation doch nicht haben. Aber ich erinnere mich an ein zauberhaftes Wesen, das zu mir kam und häkeln lernte und promt eine breite, fette, grelle Krawatten für den Papa machte. Komisch, ich habe nie gesehen, dass er sie getragen hätte.. Und dabei war so viel Blut, Schweiss und Tränen in der Krawatte.. Süsse – nicht der Sieg zählt sondern die Teilnahme! Bild Sophie Herken

Spazieren gehen

Es ist schon sehr interessant zu sehen, wie unterschiedlich man so spazieren gehen kann. Wir haben einen beliebten feinen Rundweg durch einen schönen Garten, also kein Grund zu meckern. Es gibt also verschiedene Gruppen 1. Eheleute, 2. Freundinnen 3. Singles 4. Telefonabhängige und 5. special friends. Eheleute: Die Frau gibt klar den Weg an und marschiert rasch 20 m weg vor dem Mann – im Schlepptau. Konversation: 0 aber was will man auch alles bereden nach 50 Jahren Ehe, ist alles schon gesagt? Alternativ gehen sie Händchenhaltend damit keine/r wegläuft. Freundinnen: Sie gehen neben einander mit ihren Rollatoren und wenn jemand so leichtsinnig ist und in die andere Richtung gehen möchte – Pech gehabt, wird einfach zur Seite gefegt und die Damen haben meistens VIEL zu bereden. Single: gehen schweigend und denken über ihre Sünden nach (ätsch, ist eh alles zu spät..) und Special friends: Gestern war ich unterwegs weil ich mich doch etwas bewegen wollte und traf mehrmals einen bärtigen Herren der mich freundlich mit dem Satz „Es regnet nicht mehr. Es wird jetzt kälter“ begrüsste. Wir trafen uns mindestens 6 mal und jedes Mal hörte ich den Satz aber ich lächelte freundlich und murmelte etwas als Antwort. Man möchte ja nicht unhöflich sein zu einem alten Herrn der den Anschluss ans Leben verloren hat.

Ach nee..

Ach nee.. schon wieder neue Arzttermine. Ist es etwa so dass ich danach süchtig bin? Nee, hasse sie wie die Pest weil a) Berlin verdammt gross ist und es eine ewige Fahrerei ist b) eigentlich nix dabei rauskommt was sich ändern lässt c) ich mich ärgere. War vor einigen Tagen in der Charité, hatte brav einen Termin (als Kassenpatient eine Wartezeit von einem halben Jahr) aber eine Not-OP grätschte dazwischen. Klar, ist tausend mal wichtiger (war jag vor kurzem selbst eine Not-OP) aber irgendwann mal habe ich dann kein Sitzfleisch mehr, Buch war schlecht und alles mitgebrachte Naschen ebenso und was bleibt? Andere Leute beobachten und in der Nase bohren – bestenfalls (oder schlimmstenfalls) liegen dort einige zerfledderte GEOS herum) Jedenfalls irgendwann mal war ich fertig und konnte wieder quer durch Berlin nach Hause fahren – mit einem neuen Batzen Papieren was ich tun und nicht tun soll. Irgendwie habe ich das Gefühl dass ich den Überblick verliere.. so what.. Und was noch ärgerlicher ist: ich schreibe so krakelig dass ich selbst nicht lesen kann was ich geschrieben habe. Habe am kommenden Montag somewhere einen Termin um 9:30 aber zum Teufel – WO?!?! Bitte melden!!

Nu isses es also so weit..

Nu isses doch wirklich so weit.. war wegen des alten und verbrauchten Herzens ( ich glaube es gibt einige, die denken dass, ich sowas nicht habe, gell..) im Krankenhaus gelandet und wegen eines verlängerten Wochenendes passiert nicht so viel ausser 10 Stunden Notaufnahme.. – konnte dort sowohl den Vormittagsschlaf wie auch den Nachmittagsschlaf und einen halben Krimi abarbeiten – war es öde und ausserdem weiss ich jetzt dass ich echt alt bin.. beim Lungenröntgen wird mir keine Bleischürze umgehängt, nicht mal reflexartig hat das zauberhafte Wesen danach gegriffen und klar, die Oma kann ja wahrlich nicht mehr im gebärfähigen Alter sein, aber es gab mir eine Sekunde Zeit, über die verschiedenen Stufen der Vergänglichkeit nachzudenken.

Interessante Beobachtung..

Himmel habe ich hier im Krankenhaus viele und irre dicke Männer gesehen-wow! Sie liegen auf dem Rücken auf dem Wagen – wie gestrandete Wale hallo Grennpeace, hier lang!! – und man sieht vor lauter Bauch nicht den Pfleger, der den Wagen schiebt. Wie würde es funktionieren,so wie ich es im TV sehe, dass sie einen Patienten umlagern und dass bei „1-2-3“ Zack der Patient angehoben wird. Das könnten sie hier niemals schaffen.. Kran bestellen! Und ich, ich fühle mich inzwischen etwas dick aber im Vergleich bin ich  superdünn.. fast Hungerharke oder wie man so sagt.. also immerhin was Gutes… Bild S Herken

ps. übrigens, so süss wie das Männchen auf dem Bild sind diese Männer wirklich nicht..