Heute Morgen wachte ich auf und sah draußen klare Luft und einen blauen, echt blauen, Himmel und musste natürlich sofort testen – und ich schwöre es – ich habe gefroren (naja ein bisschen jedenfalls) !! Es waren immer noch um die 20 Grad – frühere normale Sommertemperaturen – aber nach dieser Hitzehölle war es ein Segen für Körper und Seele. Auf einem Mal spürte ich meine Haut und konnte tief ein- und ausatmen. Iss ja schon jut, ich werde dann, wenn es immer so kühl ist, über die Kälte meckern, aber heute, in dieser Hölle, bin ich unendlich dankbar. Weiter so Mutter Erde (und wenn wir sowiso das Wunschkonzert haben, wie wäre es mit etwas Nässe von oben?) !
Jetzt ist die Woche vorbei von der wir so geträumt hatten. Vderdammt, ging so schnell vorbei.. Es war die Woche mit Tochter und Enkelin (hoho 17 Jahre alt) in unserem absoluten Lieblingshotel und es war so wunderbar wie wir es uns gewünscht hatten nur dass die Enkelin nachts versuchte die Lunge aus dem Körper zu husten und demnach bekam die überarbeitete Mutter vielleicht doch nicht die Erholung sie sich gedacht hatte. Nur die Omma sass aufrecht und genoss alles. Allerdings hatte ich im Reisegepäck den Teufel und es galt den nicht herauszulassen. Nach meiner schweren Uro-Sepsis gehörte ich leider nur zu den Zuschauern am Pool, selbst hineinspringen war irgendwie nicht angesagt und ja, ich war sehr neidisch.. Mit dem Teufel hatte ich lange Diskussionen bei jedem WC-Gang und die Gebete gingen nach oben und sicherheitshalber auch nach unten. Und siehe da! Es hat geklappt. Jetzt bin ich wieder zu Hause, nahe zum Krankenhaus, zum Arzt etc. Aber lieber Teufel, bleib wo Du bist, ich mag Dich nicht..
Nächste Woche darf ich mit Tochter und Enkelin in unser aller Lieblingshotel fahren. Ich kann es nicht glauben und noch sind wir nicht da – vielleicht schaffen wir es dass jemand krank wird oder sowas. Iss ja nicht so schwer.. Kann ich ganz gut..Das Hotel ist einfach wunderbar, auch wunderbar teuer – jedenfalls für mich – aber es ist überhaupt nicht snobby und superfein, einfach menschlich. Das muss man hinkriegen! Die Einrichtung ist eine Mischung aus rustikal und antik und das hört sich ja ein bisschen so wie Joghurt und Bratwurst an, aber es ist einfach gelungen und immer wenn ich da bin komme ich mit einem kritischen Blick nach Hause – wo besteht Verbesserungsbedarf? Aber bei meinen 36 qm sind Änderungswünsche begrenzt. Ausserdem denke ich immer öfters – „lohnt sich das? Wie lange soll ich noch leben?“ und dann lasse ich es eben da ich schon die 10-er-Karte für das Krankenhaus Notaufnahme bekommen – und bald aufgebraucht – habe. Jetzt hoffen wir auf ein bisschen Sonne für die Zeit – meine Haut sieht schwer nach Albino aus- und dass wir uns die ganze Zeit so lieb haben wie auf dem Foto..
Es gibt eben solche und solche Tage und heute ist ein besonderer solcher Tag. Auf einer Skala von 0 bis 10 ist es minus 5 – mindestens.. Warum läuft das Leben nicht einfach so weiter, ohne Skala 0 bis 10? so haben wir nicht gewettet, echt.. Ich weiss, das ist Undankbarkeit, Nörgelei und andere schreckliche Sachen aber ich nehme mir das Recht, zu nörgeln. Ich finde mit 82 hat man das Recht auch nörgelig zu sein. Und komme mir nicht mit „andere Leute haben es sooo viel schlimmer“, will ich nicht hören. Passend zu meiner Stimmung ist hier das Bild..
Man merkt, dass Sonntag ist, die Damen und Herren ziehen sich fein an und vor allem DIE HANDTASCHE DARF NICHT FEHLEN! Und ich rätsele und rätsele, was haben sie bloss da drin? Das eine kleine Taschentuch gegen altersbedingte Tropfnase vielleicht? Vielleicht erfahre ich es.. Heute war Sommerfest, der normalerweise im Garten stattfindet aber das Wetter war nicht auf unserer Seite. Unser wunderbares Personal hatte geschmückt, ein DJ heizte uns auf und natürlich kommt dann „und dann klatschen wir alle“ und dann sitzt da eine bockige Schwedin und weigert sich mitzuklatschen. Es wurde getanzt, wie gesagt geklatscht, gesungen und die Temperatur im Raum stieg und stieg.
Liebe Gudrun aber die Kombi Bratwurst und Joghurt ist doch etwas schräg.. und ich freue mich für Dich dass Deine…